Browsing Category

Yangshuo

Yangshuo

Edelweiss series

Heute habe ich bei diesem Tee-Stand einen erfrischenden Gemischte-Früchte-Tee gekauft. Sie haben auch eine „Edelweiss series“ im Angebot: Da müssen wohl Schweizer Wurzeln dahinter stecken!

Yangshuo

Essen im Plastiksack

Im Land der Plastiksäckli nimmt man natürlich auch das frisch gekaufte Take-Away-Essen im Plastiksack nach Hause. Also konkret ist das Essen direkt im Plastiksack, wie bei der Dame auf dem Bild die Nudeln mit der Sauce/Suppe.

Wissenswertes, Yangshuo

Chinesische Zeichen schreiben

Die heutige Hausaufgabe war es, einen Brief zu schreiben. Diese Kästli (siehe Bild) sind super hilfreich, damit die Zeichen einigermassen (mit Betonung auf einigermassen…) ähnlich gross ausfallen. Aber diese Kästli gibt es natürlich nur in Schulbüchern und -heften.

Ich bin ja ein Fan von und habe keine Probleme mit gleichmässig schreiben. Aber bei den Zeichen bringe ich es fast nicht hin. Denn einige haben nur wenige Striche – zum Beispiel 人 (= Mensch = 2 Striche). Andere jedoch deren viele – zum Beispiel 赢 (= gewinnen = 17 Striche!) und das sollte dann beides gleich gross werden. Aber man weiss ja, Übung macht die Meisterin…

Die Striche kann man natürlich nicht einfach nach eigenem Gusto hinkritzeln, sondern dafür gibt es ganz klare Regeln, was die Striche selber und die Reihenfolge, in der man sie schreibt, betrifft. Es gibt 24 Striche, davon sind 8 die wichtigsten (siehe Auszug aus www.suxiaqin.de).

PS an Joyce und an Tini: Der Text ist noch nicht korrigert von meiner Lehrerin; er hat also ganz sicher noch Fehler drin.

Yangshuo

Annie’s Charity

In unserer Schule hängt wohl schon seit vielen Dynastien (ich habe mich sprachlich assimiliert…) ein Zettel mit der Info, dass wer über Nacht in einem Schulzimmer das Licht brennen lässt oder die Klimaanlage nicht ausschaltet, doch bitte einen Beitrag an Annie’s Charity leisten soll. So habe ich mich auf die Suche nach dieser Annie gemacht und bin fündig geworden.

Zuerst nur per WeChat, denn sie war gerade in den 30 Tagen nach der Geburt ihres zweiten Kindes. Wie es die Tradition will, verlässt eine Mutter die ersten 30 Tage nach Geburt das Haus nicht (und wäscht sich auch nicht die Haare und es gibt wohl noch weitere Einschränkungen). Aber beim zweiten Anlauf hatte es dann geklappt und wir haben uns persönlich getroffen.

Annie unterstützt (Wanderarbeiter-)Familien im Umkreis von Yangshuo, die sich das Schulessens- oder Übernachtungsgeld für ihre Kinder nicht leisten können. Sobald man nämlich von Yangshuo-„Downtown“ weggeht, sinkt der Wohlstand der Menschen und es gibt offenbar viele Wanderarbeiter mit Kindern.

Annie macht das zwar als Hobby, geht aber richtig professionell vor und involviert immer auch die Schule und die Gemeinde. Auf diese Weise hat sie seit Beginn (2016) schon 58 Schülern den regelmässigen Schulbesuch ermöglichen können.

Ich finde das eine tolle Initiative und werde mein nicht unerhebliches Mietzinsdepot an Annie’s Charity spenden.

Yangshuo

Die Familie vom Lieblingscafé

Jetzt bin ich schon zwei Monate lang Stammkundin in meinem Lieblingscafé und habe in der Zeit immer wieder Kinder gesehen, die dort ein- und ausgingen (das Café vermietet auch noch ein paar Zimmer). Und jedes Mal fragte ich den Besitzer, ob das sein Kind sei. Jedes Mal verneinte er.

So fragte ich heute beim kleinen Jungen schon gar nicht mehr, weil es für den Besitzer sicher peinlich ist, wenn ich jedes Mal frage. Und was finde ich heraus? DAS ist jetzt tatsächlich sein Sohn (und seine Frau). Wo die beiden sich die letzten zwei Monate versteckt haben, ist mir allerdings ein Rätsel…

Yangshuo

Ma La Tang

Ein aktuell sehr beliebtes Essen hier in Yangshuo ist Ma La Tang (麻辣烫). Mich erinnert der Name immer an Marathon, wenn das chinesisch ausgesprochen wird.

Ursprünglich ist das ein Gericht aus der Provinz Sichuan, die ja bekannt für ihre scharfe Küche ist. Aber hier gibt es Ma La Tang natürlich in der abgeschwächten Weicheier-Version…

Ma = das leicht taube Gefühl, das man (auf der Lippe) hat, wenn man etwas Scharfes isst

La = scharf

Tang (dieses Tang) = sehr heiss/brennen

Und das funktioniert so: Man wählt aus einem Kühlschrank all die Gemüse, Tofu-Varianten und allenfalls Fleisch und Wurstwaren aus, die man im Essen haben will, und sammelt sie in einer Schüssel. Dann liest man die Art Nudeln aus, die man dazu haben möchte, und übergibt das Ganze der Küche. Nach ein paar Minuten ist ein wunderbares Essen daraus gemacht! En Guete.

 

 

 

Yangshuo

Ein paar Tränen für die Telefonkabine

Huch, was lese ich da? Am 28. November 2019 wird in Baden die letzte Schweizer Telefonkabine abmontiert werden. Sniff sniff…

(Nicht dass ich in den letzten 20 Jahren noch jemals eine Telefonkabine benützt hätte, aber dass es jetzt endgültig keine mehr geben wird, lässt mich grad sehr nostalgisch werden).

 

Yangshuo

Tee im Orängli

In China gibt es unzählige Varianten und Untervarianten und Nebenvarianten von den Früchten, die wir bei uns als Orangen, Mandarinen oder Kumquat kennen. So habe ich letzthin von einer Mitstudentin einen Tee bekommen, der eigentlich ein kleines, in einem speziellen Verfahren getrocknetes Orängli (das ist ganz sicher nicht der richtige Name, aber ich kenne den richtigen leider nicht) ist, gefüllt mit Tee. Verpackt ist das Ganze wie eine Art Ferrero-Rocher-Pralinée.

Man gibt das ganze Orängli samt Tee nur ganz kurz ins Wasser (max. 10 Sekunden) und schwupps ist der aromatische Tee fertig.

Woher ich das weiss? Ich ging bei der entsprechenden Teeladen-Besitzerin vorbei, weil ich keine Ahnung hatte, wie man diesen Tee richtig zubereitet :-).

 

 

Yangshuo

Das etwas andere Schulzimmer

Da wir auf Wunsch meiner Lehrerin am Samstag einen Schultag vorholen mussten, überraschte sie mich dafür mit einem etwas anderen Schulzimmer: In der Nähe des Yulong-Rivers (habe ich schon erwähnt, dass mir diese Gegend extrem gut gefällt?) gibt es ein wunderschönes, kleines Hotel. Das Originalhaus stammt aus der Zeit der Qing-Dynastie (1636 – 1911) und ist einmalig schön renoviert worden. Ich merke gerade, dass 1636 – 1911 eine recht grosse Zeitspanne ist… Also irgendwann in diesen vielen Jahren gab es eine sehr reiche Familie, die dieses Haus bauen liess.

Wir hatten den ganzen Tag diesen tollen Innenhof für uns alleine. Und weil ich den Kumquat-Tee so gut mochte, schenkte mir die Besitzerin beim Abschied noch drei Päckli getrocknete Kumquat. So geht Gastfreundschaft in China.

Sogar die Visitenkarte des Hotels ist wunderschön!

Yangshuo

Sonnenuntergang; der Zweite

Jetzt weiss ich, warum die Lehrerinnen vor zwei Tagen eher enttäuscht waren vom Sonnenuntergang am Yulong-River: Heute hatten Mirta und ich nämlich grosses Glück und sahen die Sonne hinter den Wolken untergehen.

Ich kann nicht genug bekommen von dieser Landschaft!!!