Auf dem Rückweg zum Hotel bin ich an drei Tanzgruppen vorbei gekommen. In China finden sich abends (es ist dann etwas kühler) oftmals Leute zusammen, die tanzen. Meistens sind es Frauengruppen, es gibt aber auch Paartanz. Ich habe von allen einen kurzen Video gemacht.
Nanjing
Jaaaaa, ich habe es tatsächlich geschafft und einen Buchladen gefunden, der englischsprachige Bücher im Sortiment führt. Der Buchladen ist insgesamt fünf Stockwerke hoch und eine halbe Etage ist voller englischer Bücher… Freude herrscht :-).
Sehr erstaunt war ich, die Autobiographie von Michelle Obama (auf Chinesisch) zu sehen. Es gibt für Englisch-Lernende übrigens viele Bücher, die in beide Sprachen geschrieben sind (siehe Bild): Auf der linken Seite in Englisch, auf der rechten Seite in Chinesisch.
In Nanjing muss man übrigens wie in der Schweiz für Plastiksäckli bezahlen. Und im Buchladen wurden meine Bücher nur in Papier eingewickelt (was ich ja sehr elegant finde!).
Auf Tipp meines Reisebuches hin bin ich mit der Metro zum Bell Tower gefahren und habe von dort aus zu Fuss eine Sehenswürdigkeit nach der anderen aufgesucht. Nanjing ist äusserst grün und die ganze Stadt ist voller riesiger Blumenarrangements. Vor einer besonders schönen Parkanlage standen viele bewaffnete Sicherheitskräfte und Polizisten herum. Und ich – voll die Touristin – fragte einen der Männer ganz stolz auf Chinesisch: Was für eine Sehenswürdigkeit ist das hier? Seine knappe Antwort (die ich nicht verstand, aber trotzdem verständnisvoll nickte, weil ich mich natürlich nicht blamieren wollte) war nämlich, dass das hier der Sitz der Provinzregierung sei und ich mich verduften solle (den zweiten Teil hat er vermutlich nicht so gesagt, aber ganz sicher gedacht)…
Dann ging ich weiter zum buddhistischen Jiming-Tempel und von dort auf die riesige Stadtmauer (gebaut von 1366 bis 1386). Sie hatte ursprünglich 35 Kilometer Länge und gilt heute als die längste erhaltene Stadtmauer der Welt! Von dort lief ich hinunter zum Xuanhu-Lake, dann über die kleinen Inseln wieder zurück in die Stadt hinein .
In Nanjing gibt es so viel Schönes zu sehen, dass man es hier sehr lange aushalten würde! Und 2014 wurde hier die Jugend-Olympiade durchgeführt; man sieht in der Stadt noch ab und zu das grosse Olympia-Logo.
An diesem Tag habe ich wohl fast 20 Kilometer zu Fuss zurückgelegt. Und auf dem Rückweg zum Hotel verbat es mir mein Stolz, für die letzten paar Kilometer doch noch ein Taxi zu nehmen… 😉
Ich bin schon jetzt ein grosser Fan dieser Stadt!!! Viele Leute hier sind zuvorkommend (in China sonst nicht unbedingt der Fall) und die Stadt ist irgendwie elegant. Ich glaube, ich beantrage eine Aufenthaltserlaubnis :-).
Es ist einfach unglaublich, welche Menschenmassen sich an einem Samstag Abend durch Nanjing’s Ausgehmeile bewegen…
Zum Glück habe ich entgegen meinen sonstigen Präferenzen eine Kanalfahrt gebucht. Die stellte sich nämlich als wunderschön heraus!
Mein Hotel liegt ungefähr 10 Meter vom Eingang DER Touristenmeile Nanjings entfernt. Da ich an einem Samstag Abend angekommen bin, teilte ich die Gegend mit ungefähr 238490234983 Chinesen. Pro Quadratmeter. In der Nähe hat es einen berühmten Konfuzius-Tempel, der dem Quartier auch seinen Namen gab. Tempel heisst übrigens „Miao“ auf Chinesisch. Und Konfuzius „Fu Zi“. Also „Fu Zi Miao“ 夫子庙 (das i in „Zi“ wird fast nicht betont. Es tönt, wie wenn man nur das „Z“ sagen würde).
Beim Schlendern durch das Quartier habe ich viele interessante Sachen entdeckt, so zum Beispiel die Polizei- und Feuerwehrwägelchen, die mich stark an Playmobil erinnern. Da China aber sowieso sehr sicher ist und ich nirgends Angst um mich oder meine Sachen habe, darf das Polizeiwägelchen ruhig nur Dekorationszwecken dienen.


















































