Die Disziplin der Hongkonger im Schlange stehen ist legendär! Man steht wirklich schön in einer Reihe und niemand drängelt. Auch nicht, wenn der Bus oder das Tram kommt. Das wird in China dann anders sein, darum geniesse ich es noch umso mehr.
August 2019
(nur Bilder)
Gestern Abend habe ich einen Schweizer Freund besucht, der seit ein paar Jahren in Hongkong eine Gelato-Fabrik (und drei Gelato-Läden) führt. Also falls Ihr jemals in Hongkong seid: Unbedingt vorbeigehen! Einer der drei Läden ist direkt am Star Ferry Pier auf der Kowloon-Seite. Und als kleiner Insider-Tipp: Unbedingt das Schoggi-Gelato nehmen (also mindestens dieses)…
Gestern habe ich meine Freunde Ramya und Aditya besucht, die seit März eine megaherzige kleine Tochter haben. In Hongkong ist es übrigens üblich, dass man eine Nanny und/oder eine Haushaltshilfe hat, die ein kleines Zimmerchen in der Wohnung – meistens gleich neben der Küche – bewohnt.
Es hat vor allem viele philippinische Frauen, die diesen oft sehr strengen Job ausüben. Sie sieht man dann jeweils am Sonntag, wenn sie sich alle in den Parks zum plaudern treffen (falls sie denn überhaupt von ihren Arbeitgebern einen freien Tag erhalten, denn einige werden eher wie Sklavinnen gehalten).
(nur Bilder)
Das ist ja der Hammer: An drei grossen MTR-Bahnhöfen (MTR = Mass Transit Railway = U-Bahn in Hongkong) gibt es diesen Bücher-Drop-Service: Bücher, die man in einer Bibliothek ausgeliehen hat, können nach dem Lesen hier eingeworfen werden. Wow!

Neben Buchläden sind ja Papeterien meine absoluten Lieblingsläden. Und wer denkt, dass in Asien alles nur noch elektronisch daherkommt, hat sich getäuscht. Diese Papeterie ist vierstöckig und man könnte sich also stundenlang darin aufhalten (habe ich gemacht…). Zum Glück komme ich auf der Heimreise in drei Monaten nochmals in Hongkong vorbei…
Über Hongkong wird ja aktuell in der internationalen Presse prominent berichtet. Ich selber habe bisher zum Glück nichts davon mitbekommen, ausser diesem Hinweiszettel in meinem Hotel und einem Graffiti (siehe Bilder).
Was ich ja generell an Asien sehr mag ist der Pragmatismus: Anstatt auf Panik zu machen schreibt das Hotel, man solle doch zum Beispiel ins Yoga oder Tai Chi kommen oder sich einen Drink in der Hotelbar gönnen. 🙂
Was mir besonders an Hongkong gefällt ist die gute Organisiertheit: Sogar für Demonstrationen gibt es einen vorher bekannten Zeit- und Ortsplan, so dass man sich nicht dorthin begeben muss, wenn man nicht will (ich will nicht!).
Noch ein letztes typisch schweizerisches Abendessen für drei Monate und den Koffer zu einem Viertel vollgepackt mit Büchern… Ich lese viel und schnell und gehe davon aus, dass ich in Yangshuo wohl nicht an englische Bücher komme. Und eBooks mag ich nicht.
Mit Cathay Pacific fliege ich gemütlich von Zürich nach Hongkong. Der neue Airbus A350 (seit März 2019 im Einsatz von/nach Zürich) ist so ruhig in der Kabine, dass man dafür jetzt jegliches Geschirr-Geklimper oder Plastiksäckli-Rascheln aus der Bordküche hört. Das ist dann halt der Nachteil des superruhigen Flugzeugs (Klönen auf hohem Niveau, ich weiss).
Im Juni habe ich ein Interim-CFO-Mandat erfolgreich abgeschlossenen und werde Ende November das erste Modul einer Weiterbildung starten. Die freie Zeit bis dahin nutze ich für einen dreimonatigen Aufenthalt in China. Mein Hauptziel ist es, mein Mandarin (ich nehme seit zwei Jahren Mandarin-Stunden hier in der Schweiz) zu verbessern. Darum werde ich eine Sprachschule in Yangshuo (Provinz Guangxi) besuchen. Aber ich werde den Aufenthalt natürlich auch zum Entdecken dieses riesigen Landes nutzen. Und, wie könnte es bei mir anders sein, natürlich auch, um in die vielfältige chinesische Küche einzutauchen.
Am 26. August fliege ich los und werde zuerst zwei Tage in Hongkong verbringen. Danach reise ich weiter mit dem High-Speed-Train via Guangzhou (das frühere Kanton) nach Yangshuo. Yangshuo liegt im Süden Chinas und hat vor allem im Sommer – also jetzt – ein äusserst heisses und tüppiges Klima. Siehe Fotos…
Mit meinem Blog möchte ich meine Familie und meine Freunde an meinen Erlebnissen teilhaben lassen und (m)einen Blick in das aufstrebende Land ermöglichen . Geteilte Freude ist doppelte Freude. ?





















































