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August 2019

Yangshuo

Roller

Roller sind hier ein beliebtes Fortbewegungsmittel. Da die meisten davon Elektro-Roller sind, fehlt das typische Knattern und in den Strassen ist es darum erstaunlich ruhig. Der Nachteil ist, dass man sich immer gut umsehen muss, bevor man die Strasse überquert. Denn hören tut man sie wirklich fast nicht…

Man kann die Roller fast überall mieten. Das Bild mit den aufgereihten „Kuh-„Rollern zeigt zum Beispiel ein Vermietungslokal.

Was ich super finde sind diese tollen „Dächer“: Sie schützen genauso vor der stechenden Sonne wie vor dem Regen. Und zwar nicht nur den Fahrer, sondern auch allfällige Mitfahrer (und deren können einige sein…).

Auch als Bett geeignet…

 

Yangshuo

Auf dem lokalen Markt

Beim gemütlichen Herumschlendern in der Nachbarschaft habe ich heute diesen lokalen Markt entdeckt und auch gleich ein paar Cherrytomaten für das Abendessen gekauft (sie schmecken übrigens genauso nach nichts wie bei uns).

Dank der grossen Hitze werden viele Sachen an der Sonne getrocknet. Zuerst dachte ich bei den grünen Sachen auf dem Brückengeländer an eine besonders kreative Art von Dekoration :-).

Praktisch an jedem Stand kann man übrigens mit WeChat bezahlen. Das sieht man am QR-Code, den ich auf einem Bild mit dem Pfeil markiert habe. Man scannt den Code nur ein und schon ist die Sache bezahlt. Selber ausprobiert habe ich das noch nicht, weil ich das am Montag zuerst mal in der Schule machen will. Ich konnte zwar meine Schweizer Kreditkarte mit WeChat verknüpfen, bin aber nicht sicher, ob das tatsächlich funktioniert.

Marktstand mit QR-Code für WeChat

Yangshuo

Mein Lieblingscafé schon gefunden

Gestern habe ich gleich neben der Schule schon mein Lieblingscafé gefunden! Es ist mega herzig eingerichtet (man beachte die interessanten Kissen…), der Besitzer ist extrem nett und der Kaffee super gut.

Auch hier ist die Verständigung absolut kein Problem: Ein paar chinesische Wörter krame ich hervor, und er nutzt seine Übersetzungs-App, falls ich ihn nicht verstehe. Er gibt sich sehr Mühe, wenn er mit mir spricht. Ich glaube, er wird ein guter Sprachlehrer für mich werden. Er kommt mir fast vor wie mein Lieblings-Taxifahrer in Taipeh (die meisten kennen diese Person aus meinen Berichten anno 2010 aus Taiwan).

Hier habe ich heute eine schöne Weile lesend verbracht. Absolut gemütlich! Und ich weiss auch schon, wo ich vor der Schule jeweils meinen Kaffee holen gehen werde.

Und ja, dieser Kaffee-Guetzli-Hersteller muss wohl ein globales Monopol haben! Die gibt es wirklich auf dem ganzen Planeten.

Yangshuo

Sprachverständigung

Beim kurzen Empfang in der Schule habe ich festgestellt, dass dort alle sehr gut Englisch sprechen. Aber weder meine Vermieterin – Fräulein Wu (das spricht man wie „U“ aus, mit aufsteigendem Ton) – noch die meisten Leute in den Läden sprechen Englisch. Das ist aber überhaupt kein Problem, denn alle behelfen sich mit den technischen Möglichkeiten, die Handys und Apps heutzutage bieten (und ein Handy hat hier jede und jeder und Wifi ebenfalls):

Mit Fräulein Wu beispielsweise kommuniziere ich über WeChat (zu WeChat werde ich bestimmt irgendwann noch ein separates Kapitel schreiben). Dort gibt man in seiner Sprache den Text ein. Und der Empfänger klickt einfach auf den Text und wählt „übersetzten“, und schwupps ist der Text in seiner eigenen (resp. in der Sprache, in der das eigene Handy eingestellt ist) übersetzt. Das dauert nur Sekunden und die Qualität ist erstaunlich gut.

Was die Leute (und Arlette) auch rege benutzen sind Übersetzungs-Apps: Dort spricht man in seiner Sprache etwas ins Handymikrofon rein (oder schreibt es, aber das ist viel mühsamer) und im Nullkommanichts ist der übersetzte Text im Display ablesbar und man kann ihm dem Gesprächspartner zeigen.

Und falls ich auf beides keine Lust habe (am lokalen Markt zum Beispiel), dann gibt es ja immer noch Hände und Füsse und ein freundliches Lächeln, das (fast) alle zum irgendwie kommunizieren einlädt. Und auf den Banknoten und den Münzen ist zum Glück der Betrag in für uns lesbaren Zahlen aufgedruckt.

Yangshuo

Meine Wohnung in Yangshuo

Vorgestern bin ich gut in Yangshuo angekommen. Vom Bahnhof liegt die Stadt (ok, für chinesische Verhältnisse ist es eher ein Dorf) ungefähr eine Autostunde entfernt. Ich bin mega happy mit meiner Wohnung! Sie hat sogar einen Balkon, was ich nie erwartet hätte und darum gleich doppelt geniesse. Und vor allem gefällt mir, dass ich wider Erwarten nicht drei Monate lang Oberschenkeltraining machen muss (was für uns Westler bei den chinesischen Stehklos definitiv der Fall ist). Jaja, das sind die kleinen Freudelis…

Auch der kurze Empfang in der Schule war äusserst nett, ich fühle mich also schon jetzt sehr gut aufgehoben.

 

Reise Hongkong - Yangshuo

Bahnhof Guangzhou

Der Bahnhof Guangzhou schlägt an Menschenmassen alles, was ich jemals gesehen habe! Ihr müsst Euch den Zürcher HB und den Flughafen zusammen vorstellen, und dann das mal zehn nehmen oder so… und nicht mal dann kann man sich das vorstellen. Ich war wirklich sprachlos und musste mich zuerst einige Minuten sammeln. WOW!! Und zudem: Ich traf in diesen Tausenden von Leuten noch genau einen (1!) anderen Westler. Bilder siehe separaten Galerie-Eintrag.

Weil ich genügend Zeit fürs Umsteigen berechnet hatte, ging ich – wie alle Asiaten – dann zuerst mal etwas essen. Und da war ich gleich nochmals erstaunt. Denn es gibt bei jedem der Restaurants fleissige Helferlein (in für uns doch recht altmodisch-komischen Uniformen), die aber wider Erwarten nicht nur zur Dekoration da stehen: Weil ja fast alle Gäste Gepäck dabei haben, und es dann schwierig ist, das Tablett mit dem Essen auch noch in der Hand zu balancieren, nehmen sie einem das Tablett ab und organisieren einen Sitzplatz. Ich war also wirklich schwer beeindruckt. Auch von der Qualität des Essens übrigens (und NEIN, ich war ganz bestimmt nicht bei McDonalds, aber das dortige Helferlein trug die „schönste“ Uniform…).

Die Abwicklung ist aber auch hier tiptop organisiert. Man muss beim Boarden einfach etwas pressieren, denn der Zug wartet ganz bestimmt nicht mit der Abfahrt.

Gemäss Wikipedia ist Guangzhou übrigens der flächenmässig grösste Bahnhof in China. Das glaube ich sofort!!

Reise Hongkong - Yangshuo

Mit dem Zug ab Hongkong

China hat wohl eines der weltbesten Hochgeschwindigkeitszugs-Netze. Der Bahnhof West Kowloon (Hongkong) sieht aus wie ein riesiger, fast leerer Flughafen. Man geht durch eine Eintrittskontrolle – nur Passagiere mit gültigem Ticket dürfen durch – zur Gepäckdurchleuchtung und zur chinesischen Passkontrolle. Die riesige Halle für die Passkontrolle hätte ich gerne fotografiert, habe das aber aus „gesundheitlichen“ Gründen tunlichst sein lassen: Denn dort herrscht die grösste Dichte an Kameras, die man sich nur vorstellen kann. Es ist echt wie in einem schlechten Film: Von der Decke hängen Hunderte (ich übertreibe für einmal nicht!) von unterschiedlichsten Kameras und es stehen auch Roboter herum (wozu die dienen, weiss ich nicht). Die Immigration-Beamtin ist noch aus Fleisch und Blut, und bei ihr gibt man neben dem Pass und dem Visum natürlich auch alle Fingerabdrücke ab.

Und dann ist man in China und es kann losgehen mit der Zugfahrt. Wie an Flughäfen wartet man in einer grossen Halle und genau 15 Minuten vor der Abfahrt wird das Gate aktiviert, welches man mit seinem Ticket öffnet. Auch wenn man weder Englisch noch Chinesisch spricht, ist alles selbsterklärend und man findet problemlos seinen Wagen und seine Sitznummer. Alles ist schon beim Ticketkauf, den ich übrigens auf einer App schon lange im voraus getätigt hatte, definiert und auf das Ticket draufgedruckt. Ja, das Ticket ist interessanterweise noch ganz altmodisch aus Papier… Und man findet auch nettes Personal (in Hongkong nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit…), das man für ein Erinnerungsfoto fragen kann. Ich habe auf der Strecke Hongkong – Guangzhou (das die Westler früher „Kanton“ nannten) erste Klasse genommen, und die ist wirklich erste Klasse!

Die Züge fahren übrigens auf die Sekunde genau los und kommen auch entsprechend pünktlich an.

Hongkong

Gadget-Affinität

Was die Gadget-Affinität betrifft, können wir in Europa mit fast keinem asiatischen Land mithalten. So zum Beispiel habe ich heute Morgen diesen Automaten ausprobiert am Bahnhof in West Kowloon: Man wählt z.Bsp. seinen Kaffee mit all den Nebenfragen (kein Zucker? wenig Zucker? viel Zucker? und dasselbe für Milch) auf einen Touchscreen aus. Dann hält man seine Octopus-Karte (das ist eine Prepaid-Karte eigentlich für die MTR, aber mit ihr kann man in fast allen Convenience-Läden zahlen) zum Bezahlen hin und schwupps spickt ein Buzzer links heraus. Mit dem spaziert man gemütlich Richtung Café und kurz darauf meldet sich der Buzzer und man sieht, an welchem Schalter man das Gewünschte abholen kann. Das ist perfekt, denn so merkt man die Wartezeit überhaupt nicht und niemand muss drängeln.

Von der Octopus-Karte bin ich sowieso seit Jahren ein Fan, denn man kann sie nicht nur an allen MTR-Stationen aufladen, sondern auch in allen Convenience-Läden. Man muss sich nirgends registrieren und kann so – und das ist in gewissen Ländern in Asien (und auch in Schweden übrigens) je länger je weniger der Fall – unregistriert und damit ganz altmodisch anonym etwas kaufen.