Beim kurzen Empfang in der Schule habe ich festgestellt, dass dort alle sehr gut Englisch sprechen. Aber weder meine Vermieterin – Fräulein Wu (das spricht man wie „U“ aus, mit aufsteigendem Ton) – noch die meisten Leute in den Läden sprechen Englisch. Das ist aber überhaupt kein Problem, denn alle behelfen sich mit den technischen Möglichkeiten, die Handys und Apps heutzutage bieten (und ein Handy hat hier jede und jeder und Wifi ebenfalls):
Mit Fräulein Wu beispielsweise kommuniziere ich über WeChat (zu WeChat werde ich bestimmt irgendwann noch ein separates Kapitel schreiben). Dort gibt man in seiner Sprache den Text ein. Und der Empfänger klickt einfach auf den Text und wählt „übersetzten“, und schwupps ist der Text in seiner eigenen (resp. in der Sprache, in der das eigene Handy eingestellt ist) übersetzt. Das dauert nur Sekunden und die Qualität ist erstaunlich gut.
Was die Leute (und Arlette) auch rege benutzen sind Übersetzungs-Apps: Dort spricht man in seiner Sprache etwas ins Handymikrofon rein (oder schreibt es, aber das ist viel mühsamer) und im Nullkommanichts ist der übersetzte Text im Display ablesbar und man kann ihm dem Gesprächspartner zeigen.
Und falls ich auf beides keine Lust habe (am lokalen Markt zum Beispiel), dann gibt es ja immer noch Hände und Füsse und ein freundliches Lächeln, das (fast) alle zum irgendwie kommunizieren einlädt. Und auf den Banknoten und den Münzen ist zum Glück der Betrag in für uns lesbaren Zahlen aufgedruckt.


