Auf Tipp meines Reisebuches hin bin ich mit der Metro zum Bell Tower gefahren und habe von dort aus zu Fuss eine Sehenswürdigkeit nach der anderen aufgesucht. Nanjing ist äusserst grün und die ganze Stadt ist voller riesiger Blumenarrangements. Vor einer besonders schönen Parkanlage standen viele bewaffnete Sicherheitskräfte und Polizisten herum. Und ich – voll die Touristin – fragte einen der Männer ganz stolz auf Chinesisch: Was für eine Sehenswürdigkeit ist das hier? Seine knappe Antwort (die ich nicht verstand, aber trotzdem verständnisvoll nickte, weil ich mich natürlich nicht blamieren wollte) war nämlich, dass das hier der Sitz der Provinzregierung sei und ich mich verduften solle (den zweiten Teil hat er vermutlich nicht so gesagt, aber ganz sicher gedacht)…
Dann ging ich weiter zum buddhistischen Jiming-Tempel und von dort auf die riesige Stadtmauer (gebaut von 1366 bis 1386). Sie hatte ursprünglich 35 Kilometer Länge und gilt heute als die längste erhaltene Stadtmauer der Welt! Von dort lief ich hinunter zum Xuanhu-Lake, dann über die kleinen Inseln wieder zurück in die Stadt hinein .
In Nanjing gibt es so viel Schönes zu sehen, dass man es hier sehr lange aushalten würde! Und 2014 wurde hier die Jugend-Olympiade durchgeführt; man sieht in der Stadt noch ab und zu das grosse Olympia-Logo.
An diesem Tag habe ich wohl fast 20 Kilometer zu Fuss zurückgelegt. Und auf dem Rückweg zum Hotel verbat es mir mein Stolz, für die letzten paar Kilometer doch noch ein Taxi zu nehmen… 😉















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